Unser Paule
Unser Paule
Mautlos aber nicht Mutlos
Mautlos aber nicht Mutlos

10.09.2018 CHM Montalivet

Wir haben uns heute Morgen entschieden und sind nochmal zu dem von mir im Internet ausgesuchten Campingplatz gefahren. Auf einem Platz, auf dem 1800 Stellplätze incl. Mobilhomeplätze sind musste doch noch was frei sein. Die Nacht haben wir gut verbracht. Es war absolut ruhig und wir schliefen auf dem einsamen Platz in Mayan als nahezu einzige Campinggäste hervorragend. Zuvor jedoch ging es ans Bezahlen. 11,44 Euro kostete der Campingplatz incl. Strom, Duschen und Warmwasser. Ver- und Entsorgung des Wohnmobiles wäre auch noch dabei gewesen.

An der Rezeption saß eine überaus nette und zuvorkommende Dame, die mich hervorragend beriet. Sie sagte mir, dass Plätze da seien. Aber die speziellen Plätze für Wohnmobile seien alle belegt. Sie könne mir aber normale Stellplätze anbieten. 

Ich müsse halt selbst darauf achten, nicht auf einen Platz zu fahren, der arg versandet wäre und ich mit dem Wohnmobil stecken bliebe. Wir fuhren über den Platz und fanden tatsächlich etwas, das unseren Vorstellungen entsprach. Nichts wie zurück zur Rezeption und wir erhielten diesen Platz zugewiesen. Nochmal raus und zum Aldi, damit wir die nächsten drei Tage mit allem versorgt waren. Ja, es gibt tatsächlich einen Aldi der zwischen dem Platz und dem Dörfchen Montalivet liegt. Er hat das Logo des ALDI Nord. Aldi in Frankreich – ich hätte es nicht für möglich gehalten. Es gab alles das, was er bei uns daheim auch anbietet. Jedoch die günstigen Preise wie bei uns hatte er nicht. 

Überhaupt ist alles in Frankreich etwas teurer. Diesel kostet zwischen 1,43 und 1,68 Euro, die Dose Bier, die bei uns im Aldi nur 29 Cent kostet, kostet hier 69 Cent. Dafür ist das Baguette billig. 1 Euro für das herrlichste Baguette.

Nachdem also die beste aller Ehefrauen so viel im Einkaufskorb hatte, dass der Kühlschrank bis zum Bersten gefüllt sein würde, ging es zurück zum Platz. Am Platz stellte ich jetzt erst fest, dass wir in einem „deutschen Eck“ gelandet waren. Links von uns Heidelberger, gegenüber welche aus Wolfenbüttel und schräg gegenüber Tauberbischofsheimer. Also wer sagt´s denn: Heimat ist überall.

Rückwärts auf den Platz fahren und schon standen wir perfekt gerade und in der Waagerechten. Die Heidelberger, die Wolfenbütteler, die Tauberbischofsheimer hatte ich um ihr nachmittägliches Theaterstück gebracht. 

Als dann alles aufgebaut war, war immerhin über eine Stunde verstrichen und es war Zeit für den Nachmittagssekt mit Kaffee. Unsere gedrückte Laune von gestern war gänzlich verflogen und wir begannen uns in unseren „vier Wänden“ nun richtig wohl zu fühlen.

Später erkundeten wir die Platzeinrichtung – facilities – wie es neudeutsch heißt. Wir sahen, dass es auf dem Platz alles gab, was man so braucht, um ein paar Tage „eingeschlossen“ zu verbringen. 

Ein Spaziergang zum Strand zeigte, dass der Atlantik viel bewegter und temperamentvoller ist, als das adriatische Meer in Kroatien. Breiter Sandstrand soweit das Auge reicht.

Auf dem Rückweg entdeckte ich dann die für Wohnmobile vorgesehenen Plätze, die zwar gut liegen und ausreichend Platz bieten, aber da wo wir jetzt standen, war alles bestens.

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© Ulrich Schönbein