Unser Paule
Unser Paule
Mautlos aber nicht Mutlos
Mautlos aber nicht Mutlos

Besigheim - Prag

16.06.2017

Fahrstrecke 463 km

Am 16.06. fuhren wir am Vormittag gegen 9 Uhr los. Wir hatten uns für heute nur die Fahrt zum Stellplatz in Prag vorgenommen.

Heute Morgen, Punkt 08:45 Uhr sind wir mit 45-minütiger Verspätung losgefahren. Abgemacht war 08:00 - aber auf Wunsch einer einzelnen Mitreisenden kamen wir nur ein paar Minuten später weg. Nicht schlimm, denn wir haben ja Zeit. Die nächsten drei Wochen sind wir wieder mit Paule unterwegs.

Kurz vor der tschechischen Grenze besorgten wir uns die Vignette für Tschechien. Wer in Tschechien eine Autobahn oder eine Schnellstraße benutzen möchte, muss eine Autobahnvignette (tsch. dálniční kupón, známka) kaufen und sie auf die rechte untere Innenseite (= die Beifahrer-Seite) der Windschutzscheibe aufkleben. Das Autokennzeichen ist auf die Vignette und auf den zweiten abtrennbaren Teil (Quittung bzw. Kupon genannt) zu schreiben. Der Kupon muss mitgeführt und vorgezeigt werden können.

Natürlich unterlief mir gleich beim Ausfüllen der Vignette der Fehler, dass ich das Kennzeichen unseres PKW eintrug. Neu kaufen? NIEMALS! Also sauber durchstreichen und das Kennzeichen von Paule brav eintragen.

Den Abschnitt, den man abtrennt, muss man, so der Verkäufer der Vignette, immer bei sich führen; denn eine Kontrolle ist jederzeit möglich und wer den Abschnitt nicht bei sich führt ist am A... . Also schön brav den Abschnitt in den Geldbeutel und gut darauf aufpassen.

Wir sind nicht ein einziges Mal kontrolliert worden. Aber vielleicht auch nur deswegen, weil wir uns ordentlich an die festgelegten Regeln gehalten haben.

Diesen oberen Abschnitt von der Folie abziehen und von innen an die Windschutzscheibe kleben. Vorher natürlich das Kennzeichen eintragen.

 

 

 

 

 

 

Diesen unteren Abschnitt aufbewahren. Kontrollen sind jederzeit möglich und wer diesen Kontrollabschnitt nicht hat, bekommt Probleme.

Am Nachmittag kamen wir gegen 15:30 Uhr in Prag an.

Der Stellplatz liegt auf der Moldauinsel „Císarská louka“ mitten in Prag. Der Platz "Caravan Camping" liegt direkt am Ufer; na ja - durch eine Böschung und einen Fußweg vom Wasser getrennt.

Nach dem Einchecken wurde uns ein Platz zugewiesen und wir akklimatisierten uns erst mal bei unserem wohlverdienten „Kaffee-/Sekt-Stündchen“.

Der Platz kostet umgerechnet 21 Euro pro Nacht - alles inklusive (Strom, Wasser, Dusche, Entsorgung). Die Platzbetreiber sind sehr nett. Leider ist das ausgeschilderte Platzrestaurant geschlossen. Dafür gibt es einen „Imbiss“, an dem man Kleinigkeiten wie Burger, Würste und natürlich tschechisches Bier bekommen kann. Kartenzahlung ist auf dem Platz nicht möglich. Die Platzgebühr ist in bar zu entrichten. Das hat uns erstaunt, aber na ja, das ist dann eben so. Am Platz gibt es keinen Geldautomaten und da die Tschechen sich bis jetzt erfolgreich dagegen sträubten, den "alternativlosen" Euro als Währung einzuführen, sondern immer noch auf ihrer CZK = tschechischen Krone als Zahlungsmittel bestehen, waren wir gezwungen, einen ca. 20-minütigen Fußmarsch durch Vororte von Prag zum Vorstadtbahnhof „Prag Smichov“ zu laufen und uns mit Bargeld zu versorgen. Also golden, so wie es der Stadt nachgesagt wird, waren die Vororte wirklich nicht - eher rostfarben. 

Aber es ist wie in allen Städten: die Vororte sind in ihrer Bescheidenheit nur dazu da, die Stadt selbst, wenn man die traurigen Vororte durchschritten hat, in einem noch glanzvolleren Licht sehen zu lassen.

Im Reiseführer heißt es: "Prag ist eine der schönsten Städte auf der Welt. ... Prag ist eine Stadt, die (klassischer) Musik und Kunst geweiht ist, auf die man an jeder Ecke stößt, sie ist eine Stadt voll von Gärten und Parks und zu guter Letzt auch eine Stadt, wo das weltweit beste Bier gebraut und getrunken wird".

Auf alle Fälle hat uns unser Spaziergang die Möglichkeit gegeben unseren Speiseplan für heute mit tschechischem Fleisch und tschechischer Wurst anzureichern.

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Ulrich Schönbein