Unser Paule
Unser Paule
Mautlos aber nicht Mutlos
Mautlos aber nicht Mutlos

17. Reisetag - Wieder nach Hause

Fahrstrecke von Novalja nach Senj - 66 km

24.06.2016

Am Morgen standen wir schon um 8 Uhr 30 auf und brauchten dann doch nach bis 10 Uhr bis wir endlich wegkamen. Nach 20 Minuten Fahrt waren wir an der Anlegestelle der Fähre. Nachdem ich mich entsprechend der Weisungen des Personals in die Warteschlange eingeordnet hatte, ging Elisabeth zum Fahrkartenkauf.

Paule, Elisabeth und ich kosteten 226 kuna. Das sind in etwa 30 Euronen. Also für eine 20 minütige Überfahrt bezahlten wir für jede Minute mit 1,5 Euro. Der Fährpreis entspricht etwa 25 ltr. Diesel. Dafür hätten wir in 4 Stunden 312 km weit fahren können. Durch die Fähr-fahrt verbrauchten wir unsere Euronen also etwa 12-mal so schnell und sahen aber nicht so viel von der Landschaft wie bei einer vierstündigen Fahrt. (Ist nur was für Technokraten)

Dann hieß es warten, warten, warten ...

In Senj, dem Städtchen, in dem der Film „Die rote Zora und ihre Bande“ gedreht wurde, wollten wir diesmal anhalten und ein paar Meter durch dieses Städtchen bummeln. Auch wollten wir die Burg Nehaj ansehen. Überraschenderweise konnte man bis direkt vor die Burg Nehaj fahren. Der imposante Burgbau ist schon von weitem zu sehen, wenn man aus Richtung Süden auf Senj zufährt. Es war heiß und der Schweiß floss in Strömen. Deshalb nur ein Rundgang um die Burg und dann in die Stadt.

„Die Burg Nehaj ist eine gut erhaltene Festung aus dem 16. Jahrhundert und war Hauptsitz der Uskoken, einer militärischen Gemeinschaft christlicher (mehrheitlich katholischer) Kriegsflüchtlinge. Mit Uskoken bezeichne-te man einen militärisch organisierten Verband von Haj-duken, der hauptsächlich aus kroatischen, aber auch zahlreichen serbischen Flüchtlingen bestand, die aus den osmanisch besetzten Gebieten Kroatiens, der Her-zegowina und Bosniens, stammten.“ (Wikipedia)

Die Parkplatzsuche in der Stadt gestaltete sich wie immer einigermaßen schwierig. Den Parkplatz beim Konsum konnte ich wegen einer Höhenbeschränkung nicht benutzen. Bei dem neben dem Konsum ausgewiesenen Parkplatz für Wohnmobile, konnte man zwar eine Karte ziehen, aber es war weit und breit kein Hinweis, wo man denn dann die Gebühren bezahlen konnte. Bevor ich also lange suchen sollte, um die Parkgebühr zu bezahlen, fuhr ich doch wieder zu unserem guten alten Plodine-Supermarkt und stellte Paule auf dem dortigen Parkplatz ab.

Nach ein paar Metern waren wir in der Stadt, besichtigten die "Kathedrale" und gingen dann schnurstracks in eines der Straßencafés, die es an der Uferstraße und auf den angrenzenden Stadtplätzen zu hauf gibt. Die letzten Kuna wurden in Cola, Cappuccini und Panini umgetauscht. Weder das Städtchen noch das Café konnten wir wegen der unerträglichen Hitze so richtig genießen. Es war unmenschlich heiß, kein Windhauch kühlte, die heiße Luft stand und hüllte uns ein. Es war wie in einer dieser Sitzsaunen.

Autokamp Skver

 

So um ein Uhr nachmittags kamen wir dann weiter. Wir wollten noch bis zu unserem Campingplatz am Millstätter See. Aber vorher noch ein Blick auf das Autokamp Skver, auf dem wir 2015 übernachteten.

Ticketlösen für die Durchfahrt durch den Karawankentunnel.

Fahrstrecke Senj nach Pesenthein - 301 km

Den Terrassencampingplatz erreichten wir nach langer Autofahrt und nach dem obliga-torischen Kauf des Pickerl für 8,80 Euro um 19 Uhr. Auf unserer geliebten Terrasse Nr. 22 war kein Stellplatz mehr frei bzw. die vielen Camperkollegen und -kolleginnen hatten sich so „b.sch…rt“ aufgestellt, dass kein vernünftiges Dazwischenparken möglich war. Also eine Terrasse tiefer. Wir standen zwar nicht „in Waage“, aber für eine Nacht war das o.k.

Am nächsten Morgen Platz bezahlen - 29 Euro für eine Nacht - und weiter Richtung Heimat.

Anmerkung: 29 Euro für einen Stellplatz auf einem Campingplatz, der nur die notwendigsten üblichen Einrichtungen bietet (Platz, Stromsäulen - auf jeder Terrasse eine und nicht auf CEE Steckdosen umgestellt sondern normale Schukosteckdosen, renovierungswürdige Sanitärräume, kein Restaurant, kein Pool, kein auch noch so kleiner Markt), sind schon an der obersten Grenze. Wir lieben diesen Platz, aber wenn wir ihn und seine Einrichtungen mit dem Platz auf der Insel Pag vergleichen, dann fallen einem bei dem Preis nur die Worte "monetär übertrieben" ein.

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© Ulrich Schönbein