Unser Paule
Unser Paule
Mautlos aber nicht Mutlos
Mautlos aber nicht Mutlos

1. Reisetag - Besigheim bis nach Pesenthein

07.06.2016

 

Gleich am Morgen ging es ohne Frühstück los. Aber nicht weil wir keine Zeit hätten, sondern weil es schon so etwas wie eine alte Gewohnheit ist, dass wir am ersten Tag unseres Urlaubes schon bei der ersten Möglichkeit anhalten, um das Frühstück nachzuholen. Diese erste Gelegenheit ist das Café Hofmann in Steinheim an der Murr. Er bietet zum Frühstück alles, was das Herz am Morgen so begehrt.

Nachdem wir diesen ersten Aufenthalt gegen 9 Uhr beendeten fuhr ich bis zur österreichischen Grenz durch und erst in Piding erwarben wir wieder mal das Pickerl. Dieses Mal kostete es 8,80 Euro. Im vorigen Jahr waren die Österreicher mit 8,70 Euro zufrieden. Mit diesem Pickerl könnten wir 10 Tage lang die Autobahnen in Österreich unsicher machen. Aber das lag überhaupt nicht in unserer Absicht. Wir wollten so schnell wie möglich an den Millstätter See zu unserem Terrassencampingplatz in Pesenthein und am nächsten Tag weiter nach Kroatien. Gegen 16 Uhr erreichten wir nach langer aber störungsfreier Fahrt die Ausfahrt, die uns von der Autobahn A10 über Seeboden und Millstatt nach Pesenthein führte.

Fahrstrecke 550 km

Bei der Anfahrt auf den Campingplatz sahen wir zwar wie immer auf den Terrassen Wohnwagen und Wohnmobile stehen, aber an der  Rezeption waren die Jalousien herunter gelassen. Hatten die schon geschlossen? Wo sollte ich uns anmelden? Überrascht von diesem ungewohnten Bild stieg ich vor dem Platz aus und sah an der Scheibe der Rezeption einen Hinweis, dass die Rezeption täglich von 8 bis 10 Uhr morgens geöffnet sei. Wer außerhalb dieser Zeit ankomme, der solle sich einen Platz suchen und am nächsten Morgen die Anmeldung nachholen. Okay, wenn das so war, dann konnten wir ja der Einladung der geöffneten Schranke folgen und unseren Stellplatz an Beschlag nehmen. Da kam aber auch schon ein befahrradeter Camper auf uns zu und erklärte nochmal die geänderten Einlassmodalitäten. Wir bedankten uns artig und fuhren mit Paule nach oben. Ich dachte bei mir, dass der Platzbetreiber doch einiges an Vertrauen in die Ehrlichkeit der Camper investiert. Was würde wohl passieren, wenn die Camper zwar die Einladung annähmen, aber dann am nächsten Tag vor acht Uhr morgens den Platz schon wieder verlassen? Davon abgesehen, dass dies so etwas wie „Zechprellerei“ wäre, hätte der Platzeigner sicherlich Schwierigkeiten, den Übeltäter ausfindig zu machen. Außer er hat eine Kamera installiert, die die Ein- und Ausfahrt der Platzgäste registriert.

Oben angekommen breiteten wir uns wie immer auf einem der kleineren Stellplätze aus. Bald war alles für eine Nacht aufgebaut und wir genossen den Ausblick auf den See und vor allem die herrliche Ruhe auf dem Platz. Ab und an ein entferntes Motorengeräusch von fahrenden Autos, die auf der Bundesstraße 98 vorbeifahren, die direkt vor dem Platz verläuft.

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© Ulrich Schönbein