Unser Paule
Unser Paule
Mautlos aber nicht Mutlos
Mautlos aber nicht Mutlos

1. Tag - Bad Bergzabern und Annweiler

Bald am Morgen schon fuhren wir von unserem Stellplatz in Hilsbach los und machten natürlich auf Wunsch einer einzelnen Mitreisenden schon nach 20 Minuten Halt und frühstückten im Autohof in Bad Rappenau. Da wir hier schon ein paar Mal waren, wussten wir was uns erwartete: Ein Frühstück mit allem, was das Herz so begehrt. Das Wetter war wundervoll und wir entschlossen uns im Freien zu frühstücken. Wie immer, war es ein einziger Genuss und der Tag versprach vieles.

Nur 120 km waren es noch bis Bad Bergzabern. Wir fuhren laut Navi die „schönste“ Strecke und kamen so über Sinsheim, Bad Schönborn, Germersheim und Kandel in der Pfalz an unseren Startpunkt zur Erkundung der Südlichen Weinstraße - Bad Bergzabern.

Ein Parkplatz für Paule war schnell gefunden. Direkt neben der Marktkirche, war vor der Kreissparkasse ein riesiger Parkplatz, auf dem noch zahlreiche freie Flächen waren. Ob Wohnmobile zugelassen waren oder nicht, habe ich nicht beachtet. Es war aber auch kein Problem, einen guten Platz zu finden. 2 Euro für 3 Stunden sind für einen derart stadtnahen Platz überaus erschwinglich.

Neben dem Parkplatz erhebt sich der Kirchturm der evangelischen Marktkirche. Er steht neben dem Kirchenschiff. Auf dem Kirchenschiff ist ein gotischer Reiter zu sehen. Nach einem Durchgang standen wir schon auf dem Marktplatz. In dem Durchgang sieht man Wappen, von denen einige noch darauf hinweisen, dass Rheinland-Pfalz einmal zu Bayern gehörte.

Auf der Markseite war die Statue des Hl. Jakobus an einer Hausnische aufgestellt. Ein erstes Zeichen für den Jakobsweg von Bad Bergzabern nach Wissembourg.

Dann reihen sich am Marktplatz und in der Fußgängerzone die Einkaufsmöglichkeiten und Restaurationen, wie in jeder kleinen Stadt, aneinander und hoffen auf viele einkaufswillige Passanten. Heute gehörten wir nicht zu diesen.

Am Ende der Fußgängerzone gelangten wir über ein paar Querstraßen zum Wahrzeichen der Stadt, dem Schloss Bad Bergzabern. Es beherbergt heute die Verbandsgemeindeverwaltung Bad Bergzabern. Eine Besichtigung des Schlosses war nicht angeboten und so liefen wir wieder langsam Richtung Marktplatz.

Zwischen dem Schloss und dem Gasthaus „Zum Engel“ steht das Landschreiberhaus, als Verwaltungsgebäude von „Herzog Gustav Samuel Leopold Pfalzgraf bey Rhein und Herzogen zu Zweibrücken“ 1723 erbaut. Das „schönste Renaissancehaus der Pfalz“ wird das Gasthaus „Zum Engel“ genannt. 1556/79 durch die Herzöge von Pfalz-Zweibrücken erbaut und mehrfach erweitert und verändert, entstand es als Verwaltungs- und Amtssitz der Oberamtmänner des Oberamtes Bergzabern. Ein Blick durch Fenster zeigte allerdings nur revonierungsbedürftige Räume. Das Gebäude war auch wegen „dringender Renovierungsarbeiten“ geschlossen - so stand es zumindest auf einem Schild an der Eingangstüre.

Am Ludwigsplatz steht die Edith-Stein-Kirche. Es rentiert sich dort vorbei zu schauen. Vor der Kirche befindet sich eine Statue, die der Bildhauer so gestaltet hat, dass man als vorbeigehender Betrachter den Eindruck hat, als ob sich der Kopf der Figur drehe und sie den Vorbeigehenden mit Blicken verfolgt. Es war beeindruckend.

Natürlich hatte ich mal wieder viel zu spät entdeckt, dass die Stadtväter von Bad Bergzabern auch an völlig Ortsunkundige gedacht hatten und deshalb auf den Wegen Hinweise für einen Stadtrundgang eingelassen hatten. Also wer von Ihnen nach Bad Bergzabern geht, der sollte nach diesen Hinweispflastersteinen Ausschau halten.

 

 

 

 

 

 

 

Nur zur Orientierung

Nach weiteren 25 km entlang der Südlichen Weinstraße kamen wir nach Annweiler.

Hier wollten wir auf dem Campingplatz der Naturfreunde Annweiler übernachten. Der Platz liegt auf einer Anhöhe am südlichen Rand der Stadt im Blickfeld der Burg Trifels. Er war so gut wie leer und es war kein Problem, einen schönen Stellplatz zu bekommen.

Wir hatten einen schönen Blick auf das Städtchen Annweiler. Von unserem Platz konnten wir direkt die Burg Trifels über uns bewundern. Den Besuch dieser Burg hatten wir uns für den nächsten Tag vorgenommen.

Ein paar Worte zum Platz:

Der Platz ist nicht groß. Auf dem Gelände rechterhand der Rezeption sind vornehmlich die Plätze für die Dauercamper. Von hier hat man auch den Blick auf das Städtchen Annweiler. Auf dem Gelände linkerhand sind nach der Gaststätte Naturfreundehaus die nicht parzellierten Plätze für alles andere. Also da steht Wohnmobil neben Wohnwagen, neben Hauszelt oder Pkw mit Einmannzelt. Es ist also nicht wie auf vielen anderen Plätzen, dass für jede Kategorie eine eigene Fläche vorgehalten wird. Dazu wäre der Platz auch zu klein.

Wenn man, so wie wir ganz in der Ecke am Rande des Platzes steht, dann hat man doch ca. 150 m bis zum Sanitärgebäude. Aber auf großen Plätzen geht man oftmals noch viel länger. Die Sanitärgebäude sind sauber und ordentlich. Es gibt ausreichende Wasch- und auch Duschmöglichkeiten. An der Rezeption ist ein freundlicher Mitarbeiter, der auch dort zu wohnen scheint.

Wir haben für die Übernachtung 20 Euro bezahlt. Ein Preis der absolut akzeptabel ist.

Unterhaltung wurde auch noch geboten: direkt neben dem eingezäunten Platz ist ein zugewachsener Bike-Park, den ein paar Jungs gerade wieder herrichteten und nach jedem freigeschnittenen Hindernis dieses natürlich testeten. Wie das mit jugendlichem Lärm aussieht, wenn der Bike-Park komplett freigeschnitten und hergerichtet ist, ist einfach abzuwarten. Auf alle Fälle konnte ich sehen, dass die Jungs ihre Räder beherrschten und vor allem über eine ungemeine Koordination verfügten, als sie so über die ersten drei freigelegten Hindernishügel donnerten.

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© Ulrich Schönbein