Unser Paule
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Mautlos aber nicht Mutlos
Mautlos aber nicht Mutlos

16., 17. und 18. Reisetag - Valalta Camping

22., 23. und 24.06.2016

Der Platzplan

Wir beschlossen, in Valalta zu bleiben und am Mittwoch, 25.06. zurück zu fahren. Der Platz war schweineteuer und alles kostete. Eine Hochrechnung ergab allerdings, dass wir im Vergleich zu den Kosten, die entstanden wären, wenn wir weiter auf den vorgeplanten Campingplatz Kanegra gefahren wären, nur um 40 € differierten - also Mehrkosten. Wenn wir hierblieben wären wir dann am Donnerstagabend daheim, sofern wir nicht noch einmal vorher irgendwo bleiben. Das machten wir von Spontanentscheidungen abhängig. Aber zunächst hieß es, an den Strand und in der Sonne liegen. Alles Weitere fände sich von selbst.

Swimmingpool am Abend

 

Bei einem Spaziergang über den Platz besuchte ich auch den Swimmingpool. Manche Stadt wäre froh und zufrieden hätte sie einen solchen Pool, der auch noch so gut besucht wäre. Foto konnte ich nicht machen wegen des Fotografierverbotes. Vielleicht gelingt es ein anderes Mal.

Unser nachmittäglicher Cappuccino kostete hier gleich 1,6 € die Tasse. Doppelt so teuer wie in Rovinj. Aber wie gesagt, der Platz ist nur für "Gstopfte", wie man in meiner Heimat sagt. Er bietet alles, was das Herz begehrt, aber dafür muss man auch zahlen. Ob ich nochmal hierher fahren werde weiß ich nicht. Sehr mondän, Atmosphäre so la la, Geschäftemacherei, 5-Sterne-Massenabfertigung. Aber irgendwie doch auch wieder angenehm.

Am Abend gab es Brotzeit vor dem Wohnmobil. Später fuhr ich die Markise ein, da sich der Himmel von der Meerseite her bedrohlich verdunkelte. Aber es war wie immer, wenn ich schon mal vorsichtig bin, dann passiert nichts. Ein paar Regentropfen während der Nacht legalisierten dann doch noch meine Vorsichtsmaßnahme.

17. Reisetag

23.06.2016

Heute Morgen gegen 7 Uhr als ich aufwachte war der Himmel mit einem dichten Wolkenmeer bedeckt. Später, als wir frühstückten, hatten sich die Wolken verzogen und wir könnten so unseren letzten Urlaubstag nochmal so richtig in der Sonne genießen. Also Markise wieder ausfahren, festzurren, damit der Wind sie nicht mitnimmt. Stühle aufstellen, Auflagen herausnehmen, Handtücher drüber und fertig. Dann wie immer an den Strand. Schon nach einer Stunde gingen wir wieder zurück, da das Wetter uns einen Streich spielte. Die Sonne versteckte sich hartnäckig hinter dichten Wolken und gönnte uns keinen ihrer Strahlen. Also wieder heim und vor das WoMo hocken. Leichte Enttäuschung machte sich breit. Vielleicht hängen wir morgen doch noch mal einen Tag dran, denn morgen sollte es laut Wetter-online wieder nur Sonnenschein geben und am Donnerstag wieder bedeckt sein. Mal sehen!

Ich lief noch einmal über den Teil des Platzes, den ich bislang noch nicht gesehen hatte. Ein riesiger Platz, mit noch vielen Stellplätzen, die auch schön liegen und nagelneue Sanitärhäuser. Sauber, gepflegt. Also ich war ziemlich überrascht über die Größe und die Ordnung - auch be- züglich der Parzellierung. Überall auch Dauercampingplätze, viele etwas schmuddelig, verbraucht und leicht notdürftig. Wahrscheinlich waren die Besitzer schon lange nicht mehr da gewesen. Bei den Platzpreisen wagte ich gar nicht drüber nachzudenken, was so ein Dauercampingplatz wohl kosten mochte?

Dann, kaum als ich zurück war, wurde der Himmel dunkel, und es fing an zu regnen. Erst leichte Tropfen, dann prasselte es richtig herab. Wir gingen unter unseren Regenschirmen zum Restaurant. Abendessen unter dem Regendach. Mal was anderes, aber auch heimelig. Der Himmel hellte sich auf, aber das Ehepaar, das sich zu uns an den Tisch gesetzt hatte und schon 20 Jahre hierher kam, meinte, dass es noch nicht vorbei sei. Der richtige Sturmregen käme erst noch.

Und wie Recht sie hatten. Gegen 22 Uhr fing es dann so richtig an. Lautes heftiges Prasseln auf dem WoMo-Dach. Der Fernseher gab streckenweise auf - d.h. das Bild blieb stehen, Ton war trotz höchster Lautstärke nicht zu verstehen. Während der Nacht nahm der Wind an Stärke zu und ich wartete gespannt, wie lange die Vertäuung der Markise dem Angriff standhalten wür-de. Ab und zu schaute ich draußen nach, ob noch alles fest vertäut war und stellte dabei wieder fest, dass sich das Prasseln des Regens im Wohnmobil schlimmer anhörte, als es in Wirklichkeit war. Irgendwann, es war schon weit nach Mitternacht, schlief ich dann doch ein und hoffte, dass alles hielte und der Wind uns nicht die Markise mitnehmen oder aufs WoMo-Dach stürzte.

18. Reisetag

24.06.2016

Am Morgen dann strahlend blauer Himmel. Also noch ein Tag Galgenfrist bis unser Urlaub vorbei war und wir die Heimfahrt anträten. Am Strand liegen war herrlich. Unser nachmittäglicher Kaffee fand heute wieder an dem kleinen Restaurant statt. Wir aßen unsere mitgebrachten Brötchen zu einem nicht gerade billigen Cappuccino und sind so gegen 5 Uhr zurück zum Wohnmobil. Nun kommt der letzte Takt des Urlaubs: Duschen, Essen, Vorpacken, Platz bezahlen und morgen heißt es dann "Auf Wiedersehen". Aber vorher gehen wir noch ins Restaurant zur Henkersmahlzeit.

Gott sei Dank haben wir den Platz vor dem Essen bezahlt. Die 5 Tage Aufenthalt kosten mehr als 1400 kn, das sind gut 200 Euro, also ca. 35 Euro pro Tag. Ganz schön teuer. Aber es war trotzdem schön.

Fazit: Der Campingplatz Valalta bietet einfach alles, was das Camperherz begehrt. Manchmal auch etwas mehr. Es kostet zwar alles, aber dafür wird auch etwas geboten. Man kann sich auf dem Platz rundum versorgt und wohl fühlen. Es erinnert zuweilen an einen Cluburlaub, bei dem die Gäste den Club nicht verlassen müssen, da ihnen innerhalb des Clubs alles geboten wird. So ist es in Valalta. Ein riesengroßer Platz, trotzdem sehr gepflegt, der immer noch weiter vergrößert wird. Entgegen meiner obigen Vermutung nicht mehr hierher zu kommen, werden wir, wenn sich die Gelegenheit nochmal bietet, wieder ein paar Tage auf dem Platz verbringen. Vielleicht dann schon auf einem der neu eingerichteten Stellplätze.

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© Ulrich Schönbein