Unser Paule
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Mautlos aber nicht Mutlos
Mautlos aber nicht Mutlos

5. Reisetag - Fahr´n, fahr´n, fahr´n, auf der Autobahn.

11.06.2016

Fahrstrecke - 370 km

Heute wollten wir - oder war´s doch nur ich? nach meinem Plan bis Dubrovnik durchfahren. Das haben wir aber nicht gemacht, sondern sind nach langer langweiliger und eintöniger Fahrt von der Autobahn abgefahren. Wir haben uns zu dieser Abfahrt entschlossen als wir an einem Rastplatz gehalten hatten, von dem wir einen Blick auf die Stadt Skradin werfen konnten. Von Skradin starten die Ausflüge in den KrK Park. Es war unmenschlich heiß und die Vorstellung an weitere Stunden langer Autobahnfahrt nervte uns. Wir liefen aber trotz der Hitze zu dem Aussichtspunkt auf der anderen Autobahnseite, um einen Blick auf Skradin zu werfen.

von diesem Rastplatz ist der Eingang zum Nationalpark KRK zu sehen

Also suchten wir uns nach 365 km einen Platz. Er sollte direkt neben der Jadranska Magistrala liegen, weil wir morgen statt auf der langweiligen Autobahn auf der Magistrale direkt am Meer entlang fahren wollten. Die berühmte und spektakuläre Adria-Magistrale (kroatisch: Jadranska Magistrala) entlang der Küste von Kroatien und Montenegro zählt zu den schönsten Straßen der Erde. Bevor die Autobahn zur Hauptschlagader in den Süden Dalmatiens wurde, gehörte sie neben dem Autoput zu den berüchtigsten und auch gefährlichsten Straßen der Welt.

Gesagt, getan und nach wenigen Kilometern Richtung Süden sind wir bei Zivogosce an einem Campingplatz südlich des kleinen Örtchens Blato hängen geblieben. Nach einer 27 € - teuren Autobahnfahrt hatten wir schließlich einen Campingplatz für die heutige Übernachtung gefunden. Es war der Platz „Autokamp-Dole“. Das kroatische Wort "dole" hat mit dem deutschen Wort "hinunter, hinab" etwas zu tun. Das traf aber auch voll die Lage des Campingplatzes. Er lag tatsächlich unten am Meer und man musste von der Magistrale hinunter fahren, um zu ihm zu kommen.

An der Rezeption war ein Mitarbeiter von kräftiger Statur, der aber nur das Allernotwendigste sprach. Wir füllten die erforderlichen Formulare aus, erhielten noch einen Platzplan und einen Prospekt. Dann wurden wir „entlassen“ und sollten uns auf dem Areal einen Platz für die Nacht aussuchen. Nach langer Rundfahrt stellten wir uns auf einen größeren nicht parzellierten und wie wir meinten ziemlich zentral gelegenen Platz. Markise ausfahren, Stühle und Campingtisch aufstellen waren in Sekundenschnelle erledigt. Wir stellten uns direkt neben einen Baum, damit wir von dessen Schatten noch etwas Kühle erhaschen konnten.

Der Platz machte keinen schlechten Eindruck. Die Sanitäranlagen darf man nicht so genau inspizieren. Da ist noch einiges Potential nach oben, was die Ausstattung und die Sauberkeit angeht. Aber es war erträglich.

Die SAT-Antenne funktionierte auch gleich und wir konnten uns daran machen, zum Abendessen zu gehen.

Am nördlichen Ende des Platzes liegt das Dörfchen Blato und an dessen Ufer mit dem kleinen Jachthafen sind gleich ein paar Restaurants. Das Essen war gut und reichlich. Wir waren wieder mal rundum zufrieden mit unserer Planabweichung.

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© Ulrich Schönbein