Unser Paule
Unser Paule
Mautlos aber nicht Mutlos
Mautlos aber nicht Mutlos

4. Reisetag - on the road again

10.06.2015

Also heute morgen sind wir endlich gefahren. Es fiel uns schwer, aber wir wollten ja nach Du-brovnik und dann an der kroatischen Küste zurück bis hoch nach Istrien. Dabei wollten wir in allen sehenswerten Städten halten, diese besichtigen und auf den nahegelegenen Camping-plätzen übernachten.

Fahrstrecke - 302 km

Nach dem Frühstück alles verstauen und los. Ich folgte dem Navi und wir fuhren auf der anderen Seite des Milstätter Sees erst einmal die Hänge hoch. Ich musste ja noch tanken. Aber es war wie immer, wenn man etwas sucht: wir fanden keine Tankstelle. Dann endlich in Freistritz an der Drau eine Tankstelle mit absolut preiswertem Diesel (1,14 €/ltr). Wir tankten Paule voll bis zum Anschlag und nach einmal Aufstoßen ging´s weiter. Immer auf der Autobahn. Die Vignette für Slowenien kostet 15 € für 7 Tage. Ein ganz schön happiger Preis. Wer also auch nur einen Tag länger als 7 Tage aber weniger als 30 Tage in Kroatien bleibt, der kann gleich die Mo-natsvignette für 30 Euro kaufen. Habe ich leider nicht getan und deshalb auf der Rückfahrt von Kroatien nochmal geblecht. Selbst schuld. Irgendwann einmal probiere ich doch die mautfreie Strecke, die über Italien, Triest nach Kroatien führt. Im Internet gibt es da etliche Seiten mit Schilderungen der Fahrstrecke. Die Autobahngebühren in Kroatien werden je nach Autobahnstrecke abgerechnet. Bei der Einfahrt zieht man ein Ticket aus dem Automat und bei der Ausfahrt wird anhand dieses Tickets abgerechnet. Das Ticket gut aufheben, sonst bezahlt man bestimmt die Herstellungskosten für einen Kilometer Autobahn als Strafe. Auf den Autobahnraststätten in Kroatien gibt es freies W-Lan und so konnte ich gemütlich meine E-Mails checken.

 

Nachmittags, nach 350 km, kamen wir an unserem Ziel an, dem Autokamp Skver. Vorher statteten wir dem Lidl in Novi Vinodolski einen kleinen Besuch ab und deckten uns mit dem Nötigsten ein.

Das Autokamp Skver ist direkt am Meer gelegen und wir konnten einen Platz in der ersten Rei-he am Ende des Platzes beziehen. Alles war schnell aufgebaut. Der Wind wollte es wieder mal wissen und versuchte unsere Markise mit aufs Meer zu nehmen. Aber sie blieb standhaft und lies sich nicht zum Mitgehen verführen. Einer der Stühle erlag den Verführungskünsten des Windes, aber nur kurz. Er wollte gerade davonschweben als ihm und dem Wind sein Gewicht einen Streich spielte. Dazu war der Wind nun doch zu schwach auf der Brust und der Stuhl blieb enttäuscht vor dem Tisch liegen.

Nach einem schönen Spaziergang am Strand ab in die Dusche und dann in das Restaurant Gajeta am Platz zum Abendessen. Endlich konnte ich meine geliebten Cevapcici genießen. Sie waren gut, allerdings keinen Michelin-Stern wert. Aber na ja, wer erwartet auf einem Autokamp ein Gourmet-Restaurant? Da geht es mehr um die Quantität als um die Qualität, was ja auch nicht das Schlechteste ist.

Nachzutragen wäre, dass die Sanitäranlagen zwar neueren Datums sind, aber wenn der Platz voll ist, bei weitem nicht ausreichen. Da muss man sich schon damit abfinden, dass  das Wasser des oder der Vorgänger(s)in noch in der Duschwanne steht.

In Senj ist übrigens der Roman "Die rote Zora und ihre Bande" verfilmt worden. Aber wir konnten uns nicht dazu überreden, in das Städtchen zu spazieren, das nur fünf Minuten von dem Autokamp entfernt liegt. Aber wir haben uns mit einem ca. 20-minütigen Video aus dem Internet über unser Versäumnis hinweggeholfen. Auch die Festung Nehaj, die ebenfalls sehr sehenswert sein soll, konnte uns nicht dazu bringen, auch nur einen Fuß vor die Tür zu setzen. Dazu waren die Umgebung mit der Anglerin im Abendlicht und vor allem der Sonnenuntergang viel zu schön.

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© Ulrich Schönbein