Unser Paule
Unser Paule
Mautlos aber nicht Mutlos
Mautlos aber nicht Mutlos

9. Reisetag - von Drage auf die Insel Pag

16.06.2016

Fahrstrecke - 115 km

Heute also über Zadar zu unserem nächsten Ziel nach Novalja auf der Insel Pag. Nach dem Frühstück auf einem total überteuerten Platz und einem kurzen Gespräch mit dem hollän-dischen Platznachbar, der sich ebenso über Tisch gezogen fühlte wie wir, war der Ärger über den Platz und dessen Besitzer nicht mehr ganz so bohrend - denn wie heißt es so schön? Geteiltes Leid, ist halbes Leid.

Ein letzter Blick vom Platz aus über die Bucht - und Tschüss

Elisabeth drängte auch gleich darauf, dass wir so schnell wie möglich an ein Einkaufszentrum fahren sollten, um unsere Vorräte aufzufüllen. Also hielten wir in Biograd na Moro bei Plodine und Lidl. So beruhigt bezüglich der Nahrungsaufnahme der nächsten Tage ging es weiter nach Zadar. Ich war schon gespannt wie sich da die Parkplatzsuche wieder gestalten würde. Als wir so um 12 Uhr auf die Altstadt zufuhren, sahen wir neben der Straße einen Platz, auf dem schon ein paar Wohnmobile standen und beschlossen, Paule auch dort zu parken. Den Preis konnten wir kaum glauben: 3 Kuna für eine Stunde.

Anleihe von GoogleEarth

 

Dieser Parkplatz, der auch für Wohnmobile geeignet und zugelassen ist, liegt etwa 300 m vom Rand der Altstadt entfernt. Er ist bewacht und eine Stunde kostet gerade mal 3 Kuna. Das sind etwas mehr als 50 Cent. Bezahlt wird vor oder bei der Ausfahrt.

Gesagt, getan und schon war Paule abgestellt. Nur gute fünf Minuten brauchten wir zu Fuß in die Altstadt. Die Fußgängerzone ist eine lange gerade Straße, in der sich die Sonne so richtig reingelegt hatte. Also spazierten wir auf der zur Sonne ausgerichteten Hauptstraße entlang und achteten peinlich genau darauf, dass wir nicht mit unserem Schweiß die Straßen in eine Rutschpartie vewandelten. Schatten am Straßenrand war nicht und das bei etwa 35 Grad.

Eines wollte ich unbedingt sehen und hören: die Meeresorgel. Also ganz durch die Altstadt zum Meer und da war sie, die so viel gerühmte Meeresorgel. Hören konnte man ihr Lied, wenn man ganz nah an die Orgel heranging. Durch die eintreffenden Wellen wird Luft in die Orgelpfeifen gepresst, wodurch je nach Wellengeschwindigkeit und Pfeifengröße verschiedene Töne erzeugt werden. Das ist noch lange keine Symphonie von Brahms, aber trotzdem etwas Außergewöhn-liches.

Auf den Orgelpfeifen

Zurück durch die Stadt wurde mir der Zugang zur Kathedrale verwehrt, da meine kurze Hose nach Meinung des jugendlichen Kirchenwächter zu kurz war, obwohl sie so lang war, dass das Knie noch fast bedeckt war. Was soll´s, hätte sowieso Eintritt gekostet und ich wäre dann getreu meinem Prinzip und mit Blick auf die Kirchensteuern "Bezahle nie zweimal für etwas" nicht hineingegangen. Die Gläubigkeit wird in Zadar anscheinend nach der Länge der Beinkleider bemessen. Wenn das Papst Franziskus wüsste, dann gäbe es bestimmt Ärger.

An der äußersten Spitze der Halbinsel Zadar, neben der schon weltbekannten Meeresorgel glänzte auch das Werk des Architekten Nikola Bašić "Gruß an die Sonne". 
Der Gruß an die Sonne besteht aus dreihundert mehrschichtigen Glasplatten, die in der stein-gepflasterten Uferpromenade kreisförmig angeordnet sind. Der Kreis hat einen Durchmesser von 22 Meter. 
Der Gruß an die Sonne wurde in Form eines Amphitheaters konzipiert. Um das Amphitheater werden auf den Steinwürfeln alle Planeten des Sonnensystems mit ihren Umlaufbahnen darge-stellt.

 

 

Putin was here?

Das war über dem Eingang zu einer Kunstausstellung zu sehen.

Also noch ein Eis und einen Kaffee auf dem Rückweg und dann geht es auch schon weiter.

Es lagen noch etliche Kilometer zwischen Zadar und unserem Ziel, dem Campingplatz Strasko auf der Insel Pag. Die Fahrt dauerte ziemlich lang, auch weil die Straße über die Insel ziemlich kurvig und bergig war. Ein Tanklastwagen fuhr vor uns her und er schaffte an einer Steilstrecke nur noch 10 - 20 km/h.

Am Spätnachmittag um 16 Uhr waren wir dann da. Ich wollte auf dem abgetrennten Teil des Platzes unsere Zelte aufschlagen. Aber ich hatte nicht bedacht, dass das schöne Wetter alle dazu verleitet hatte, sich auf diesem Teil des Platzes niederzulassen. Es war beim besten Willen kein guter Platz zu finden. Entweder waren alle dicht an dicht oder die freie Stelle war mit Bäumen umsäumt. Also wieder zurück und einen anderen Platz suchen. Mit Hilfe eines der Platzmitarbeiter war auch schnell ein geeigneter Platz in der Nähe gefunden.

Aber auch da musste ich hin- und herrangieren, um doch noch die SAT-Antenne zum Laufen zu bringen. Während dieser Zeit gab es natürlich Diskussionen mit der besten aller Ehefrauen, die sich ordentlich über meine hektische Ungeduld ärgerte. Aber zum Schluss klappte es doch noch. Zugegebenermaßen allerdings nur, weil ich dem Standortvorschlag für das WoMo auf dem Stellplatz Elisabeth folgte. Na ja - ich muss nicht immer recht behalten.

Am Stellplatz ist alles vorhanden: Stromanschluss, Wasseranschluss, Abwassermöglichkeit und sogar eine Möglichkeit ein Fernsehkabel anzuschließen.

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© Ulrich Schönbein